Ahnenforschung der Familie Michel -

ausgehend von meinen Töchtern Sara und Katharina Michel

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© Norbert Michel, letzte Aktualisierung : 23.03.2009

Vor vielen Jahren, als ich das erste Mal "Des Teufels General" las, war ich begeistert von der Passage, in welcher der General Harras versucht, dem Hartmann die Genealogie der Rheinländer zu erklären "Denken Sie doch - was kann da nicht alles vorgekommen sein in einer alten Familie:

Vom Rhein - noch dazu. Vom Rhein. Von der großen Völkermühle. Von der Kelter Europas! Und jetzt stellen Sie sich doch mal Ihre Ahnenreihe vor - seit Christi Geburt. Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie, das war ein ernster Mensch, der ist noch vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Haustradition begründet. Und dann kam ein griechischer Arzt dazu, oder ein keltischer Legionär, ein Graubündner Landsknecht, ein schwedischer Reiter, ein Soldat Napoleons, ein desertierter Kosak, ein Schwarzwälder Flößer, ein wandernder Müllerbursch vom Elsaß, ein dicker Schiffer aus Holland, ein Magyar, ein Pandur, ein Offizier aus Wien, ein französischer Schauspieler, ein böhmischer Musikant - das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt - und - und der der Goethe, der kam aus demselben Topf, und der Beethoven und der Gutenberg, und der Matthias Grünewald und - ach was, schau im Lexikon nach. Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt - wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen. Vom Rhein - das heißt: vom Abendland. Das ist natürlicher Adel. Das ist Rasse. Seien Sie stolz darauf, Hartmann - und hängen Sie die Papiere Ihrer Großmutter in den Abtritt. Prost."

Ich war, wie gesagt, begeistert von dieser Beschreibung und malte mir aus, wer sich alles unter meinen Vorfahren befinden könnte. Bis zu den Römern bin ich nicht vorgestoßen, aber einen Maurermeister aus Tirol, einen wandernden Porzellanmaler aus der Fuldaer Gegend, der um 1750 nach und nach bei allen damaligen Porzellanmanufakturen im Rhein-Main- und Rhein-Neckar-Gebiet arbeitete, einen Gärtner aus dem Sauerland, der in den herrschaftlichen Gärten in Biebrich beschäftigt war oder einen Mainschiffer aus Ochsenfurt fand ich schon. Und wie überrascht war ich, dass ich über über Maria Catharina Loser, die 1707 in Mosbach (Biebrich) meinen Urahnen Johann Michel heiratete, eine Ahnengemeinschaft ausgerechnet zu dem in Nackenheim geborenen Carl Zuckmayer feststellen konnte. Maria Catharinas Schwester Anna Catharina heiratete 1709 in Mosbach Johann Nicolaus Zuckmayer, einen Vorfahren von Carl Zuckmayer.

Der Traum vieler Genealogen, nämlich die Möglichkeit adelige Familien seiner Ahnenliste hinzuzufügen, erfüllte sich bei mir bisher leider nicht. Die Ursache dieses Traumes liegt nicht darin begründet, dass man auf irgendwelche Titel oder Vermögen spekuliert, sondern hat einzig und allein die Ursache, dass auf Grund der Dokumentenlage Adelsfamilien sich oft bis in das frühe Mittelalter zurück verfolgen lassen.

Das dieser Traum sich durchaus erfüllen kann, beweist Hellmuth Gensicke, Direktor des Hess. Hauptstaatsarchive Wiesbaden und Regionalhistoriker, in seinem Beitrag "Bürgerliche und bäuerliche Zweige und Nachkommen nassauischer Adelsgeschlechter" in Band 8 des Genealogischen Jahrbuches der Zentralstelle für Personen- und Familiengeschichte, erschienen 1968 im Verlag Degener Co., Neustadt an der Aisch.

Meist handelt es sich um Nachkommen aus nicht standesgemäßen Verbindungen von Adeligen, die auch nicht verschwiegen wurden, oft wurde der bürgerliche Nachkomme sogar von seinem adeligen Erzeuger gefördert.

Neben zahlreichen Familien nennt Gensicke auch die der Wehener Familie Schönborn, die sich auf die Adelsfamilie von Schönborn zurückführen lässt und über die man Zugang zum europäischen Ur- und Hochadel erhält, bis man schließlich sogar bei Kaiser Karl dem Großen anlangt.

Auch wenn sich der nachweisbare Traum von adeligen Vorfahren nicht erfüllt, kann man dann immer noch ruhigen Gewissens behaupten, von Karl dem Großen abzustammen. Wie das funktioniert beschreibt der Schriftsteller und Journalist Bernt Engelmann in seinem Buch "Mein lauschig Land", erschienen 1988 im Steidl-Verlag, Göttingen. Engelmann schreibt: "Karl der Große hatte schätzungsweise etwa hundertachtzig Kinder, die meisten davon aus sogenannten Friedelehen - durchaus achtbare eheähnliche Beziehungen von meist nur kurzer Dauer zu freien Damen - sowie aus noch kürzerfristigen Verhältnissen mit unfreien weiblichen Dienstboten. Außerdem hatte er vier Hauptfrauen, und von diesen gebar ihm Hildegard mindestens neun namentlich bekannte Sprösslinge, die ein zur Fortpflanzung erforderliches Alter erreichten.

Das war vor rund zwölfhundert Jahren oder, niedrig geschätzt, sechsunddreißig Generationen, als es in ganz Europa erst kaum mehr als zwölf Millionen Menschen gab. Nun hat aber jeder von uns heute lebenden, gleich ob Großaktionär oder Kleinrentner, soviel Ahnen, dass sich auch der ärmste Schlucker in dieser Hinsicht als Multimillionär bezeichnen kann; jeder hat ja, auch wenn er sie nicht alle kennt, zwei Menschen zu Eltern, vier zu Großeltern, acht zu Ur-, sechzehn zu Ururgroßeltern und so fort in der Progression, wobei er oder sie - man glaubt es kaum, aber es stimmt! - in der sechsunddreißigsten Generation ungefähr 65 Milliarden Ahnherren- und damen hat - wohlgemerkt: ein jeder und jede von uns! Rechnet man allein die Ahnen der rund sechzig Millionen Bundesbürger zusammen, käme man auf eine Zahl, die astronomisch zu nennen eine maßlose Untertreibung wäre. Des Rätsels Lösung ist, dass wir alle größtenteils dieselben Ahnen haben und diese gleich mehrere tausend Mal. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter unseren Ahnen der so überaus zeugungsfreudige Kaiser Karl befunden hat, ist außerordentlich groß. Die Chancen dafür stehen etwa 99,999 zu 100."

  • Die Vorfahren meines Vaters Robert Michel und meiner Schwiegermutter Marianne Zuber geborene Kraft stammen überwiegend aus dem Rhein-Main-Gebiet, von daher ist es nachvollziehbar, dass sich meine Hauptarbeit auf dieses Gebiet konzentriert. Meine Mutter Anni Michel geborene Riedel stammt aus Bärn in Nordmähren, mein Schwiegervater Alfred Zuber ist gebürtig aus Chodau im Egerland. Leider habe ich es bisher noch nicht geschafft, meine Forschungen (von einer Woche Besuch des Archives in Olmütz abgesehen) auf die Archive in Pilsen, Troppau und Olmütz auszudehen.


Die Vorfahren meiner Lebensgefährtin Marion Thomas geb. Braun

Hier finden Sie die Ahnentafel von Adam Edmund Braun, geboren am 01. November 1914 in Laufersweiler (Hunsrück). Zu den Vorfahren seiner Ehefrau Katharina Gertrud Braun geb. Heuser, geboren am 10. Dezember 1914, kann ich kaum Angaben machen, weil hier noch keine Forschungen erfolgt sind. Bekannt sind lediglich folgende Daten:

1: Katharina Gertrud Braun geb. Heuser. * 10.12.1914 in Köln - Kalk

2: Johann Heuser, Kaufmann, * 05.11.1891 in Köln - Kalk

oo 19.09.1913 in Köln - Kalk

3: Wilhelmine Weyerstrass * 25.10.1886 in Düsseldorf - Oberkassel

4: Matthias Heuser * vor 1866, vermutlich in Köln - Kalk

oo vor 1891

5: Katharina Köppen * vor 1871, vermutlich in Köln - Kalk

6: Joseph Weyerstrass * vor 1861, vermutlich in Düsseldorf - Oberkassel

oo vor 1886

7: Helena Finette * vor 1866, vermutlich in Düsseldorf Oberkassel

Auch zu Vorfahren von Adam Edmund Brauns Mutter Katharina Ost aus Lonnig (oder Kettig ?), geboren 1888, konnte ich bisher noch keine Nachforschungen tätigen.

Ich freue mich daher über jeden Hinweis, der mir bei den Nachforschungen hilft.

Blick auf den Segelhafen zu Niederwalluf

Willi Holtmann (Öl auf Leinwand)